Rex Gildo

Rex Gildo: Wie der Schlagerstar 1999 ums Leben kam

AktuellMag Redaktion
By AktuellMag Redaktion 3 Min Read

Rex Gildo starb am 26. Oktober 1999 in München. Drei Tage zuvor war der Sänger aus einem Fenster im zweiten Stock seiner Münchner Wohnung gestürzt und hatte sich dabei schwere innere Verletzungen zugezogen, an denen er im Krankenhaus starb. Er wurde 63 Jahre alt. Aufgrund der Umstände und von Zeugenaussagen wird von einem Suizid ausgegangen; ein Unfall konnte als Ursache jedoch nie ausgeschlossen werden.

Die Fakten im Überblick

  • Geboren: 2. Juli 1936 in Straubing (als Ludwig Franz Hirtreiter)
  • Gestorben: 26. Oktober 1999 in München
  • Alter: 63 Jahre
  • Todesursache: Schwere innere Verletzungen nach einem Sturz aus einem Fenster seiner Münchner Wohnung am 23. Oktober 1999; ein Suizid wird vermutet, ein Unfall wurde nie ausgeschlossen

Vom Schlagerstar zu kleinen Bühnen

Rex Gildo, bürgerlich Ludwig Franz Hirtreiter, gehörte in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den erfolgreichsten Schlagersängern Deutschlands. Bekannt wurde er unter anderem mit „Fiesta Mexicana” und als Duettpartner von Gitte Hænning, mit der er 1963 mit „Vom Stadtpark die Laternen” einen Nummer-eins-Hit landete. Während seiner Karriere verkaufte er mehr als 25 Millionen Tonträger.

In den 1980er- und 1990er-Jahren ließ seine Popularität deutlich nach. Statt in großen Hallen trat er nun vor allem auf Volksfesten und in Einkaufszentren auf. In der Presse war in dieser Zeit wiederholt über Alkohol- und Medikamentenprobleme des Sängers berichtet worden.

Die letzten Tage

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Rex Gildo am 23. Oktober 1999 in einem Möbelhaus in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main, wo er vor rund 3000 Besuchern sang. Am Abend desselben Tages stürzte er aus einem Fenster im zweiten Stock seiner Münchner Wohnung. Er wurde mit schweren inneren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er drei Tage später, am 26. Oktober 1999, starb.

Bestattet wurde Rex Gildo auf dem Ostfriedhof in München, an der Seite seines langjährigen Managers Fred Miekley.

Was bis heute ungeklärt ist

Ob der Sturz ein Suizid war, ist nie amtlich bestätigt worden. Die Berichte gehen aufgrund der Umstände und der Aussagen von Zeugen von einem Suizid aus, halten aber zugleich fest, dass ein Unfall nicht ausgeschlossen werden konnte – zumal der Sänger nach damaligen Presseberichten mit Alkohol- und Medikamentenproblemen zu kämpfen hatte. Eine gesicherte Diagnose, etwa eine Depression, ist in den öffentlich zugänglichen Quellen nicht belegt. Wer heute über Rex Gildos Tod schreibt, sollte diesen Unterschied benennen, statt aus einer Vermutung eine Tatsache zu machen.

Hinweis der Redaktion: Wenn Sie selbst unter depressiven Verstimmungen oder Suizidgedanken leiden, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – anonym und rund um die Uhr.

Quellen

  • Wikipedia (DE), Artikel „Rex Gildo”
  • Münchner Friedhofsportal / Stadtgeschichte München, Grabeintrag „Rex Gildo (1936–1999)” (Text auf Grundlage des Wikipedia-Artikels)
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